Sonstiges

Entwicklung – Gemeinsam geht es einfach besser

Um die Jahrtausendwende galt Deutschland als „kranker Mann Europas“. Das Land schien sich verwickelt statt entwickelt zu haben. Davon ist heute nichts mehr übrig. Deutschland hat sich zum ökonomischen Star hochgearbeitet und die Menschen fühlen sich so gut wie lange nicht. Nun gilt es dafür zu sorgen, dass das auch möglichst so bleibt.

„Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“, das sang die Band Geier Sturzflug in ihrem größten Hit. Die Textzeile ist zwar über 30 Jahre alt, die Deutschen haben sie aber offenbar verinnerlicht und stehen wirtschaftlich so gut da wie schon lange nicht mehr. Und sie sind optimistisch. Der Grund dafür ist laut Glücksforschern recht simpel: Über unser persönliches Glück entscheidet unsere Gesundheit, die eigene Familie und in besonderem Maße unsere Arbeit. Die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung und eine rekordhohe Beschäftigung haben ihre Auswirkungen auf die Gefühlswelt. „Die Lust am Leben“, das war der zweite Hit von Geier Sturzflug und auch mit diesem Motto können sich die Deutschen derzeit identifizieren.

Das macht sich auch beim Geld bemerkbar. Sie geben es aus. Das ist gut, sie können es sich leisten. Das liegt auch daran, dass sie weniger Angst vor der Zukunft haben und sich ihres Einkommens auch in der näheren Zukunft sicher sein können. Das hat die Konsumausgaben steigen lassen, wodurch sich der Einzelhandel mal wieder über klingelnde Kassen freut. Und die Prognosen für dieses Jahr sind nicht schlecht. Eine große Zahl offener Stellen auf dem Arbeitsmarkt legt einen weiteren Anstieg der Beschäftigung nahe und auch die Einkommen werden aller Voraussicht nach nochmal zulegen. Die Unternehmen boomen auch derzeit. Deutschland ist die fünftreichste Nation der Welt.

Doch auch wenn Konsum zumindest vorübergehend für gute Laune sorgt, so gilt doch immer noch der alte Spruch, dass Geld alleine nicht glücklich macht. Das belegen diverse Beispiele von Lottogewinnern, die nach ihrem Hoch tief abgestürzt sind.

Geld ist nicht alles – langfristige Werte stehen hoch im Kurs

Die Menschen schwören vielmehr auf langfristige Werte wie Familie und Gemeinschaft. Wirklich glückliche Menschen pflegen laut Forschung enge Beziehungen zu Leuten und Einrichtungen, auf die sie sich uneingeschränkt verlassen können. Klar ist aber auch, dass solide Finanzen das Leben schon leichter machen. Oder anders gesagt: Ohne Moos nix los. Und ohne Zweifel partizipieren nicht alle gleichermaßen von dem gegenwärtigen Boom. Darum sollten wir, so wie wir gemeinsam in die Hände gespuckt haben, nun auch denen die Hand reichen und unter die Arme greifen, bei denen das Glück noch nicht so ausgeprägt ist. Das gute alte Solidaritätsprinzip „einer für alle, alle für einen“ bedeutet: Verantwortung füreinander. Das funktioniert aber nur, wenn diese Verantwortung auch wahrgenommen wird. Solidarität als Bereitschaft, über rechtliche Verpflichtungen hinaus füreinander einzustehen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Werteorientierung.

In unserer Gesellschaft steht jeder in der Pflicht – auch Unternehmen

Dabei kann sich jeder an die eigene Nase fassen und im eigenen Umfeld wieder ein Stück Zusammenhalt schaffen. Schließlich steht in einer Solidargemeinschaft jeder einzelne in der Pflicht, nicht nur für sich selbst das Höchste, Beste und Meiste herauszuholen, sondern gemeinschaftlich zu denken. Aber auch Unternehmen können hier ihren Beitrag leisten. Auch sie können sich vom Credo der konsequenten Gewinnmaximierung verabschieden und sich ins Bewusstsein rufen, dass hinter dem Begriff „die Wirtschaft“ Menschen stehen. Dass Solidarität und Soziales nicht nur ein Kostenfaktor sind, sondern eine Säule unserer Gesellschaft. Sie können etwa ein Gemeinschaftsgefühl fördern, indem sie Menschen beispielsweise mit Geschäftsanteilen an Unternehmensgewinnen teilhaben lassen und ihnen eine gewisse Mitbestimmung ermöglichen durch die Wahl von Vertretern, die die Geschäftspolitik mitgestalten.

Sie können aber auch über den eigenen Tellerrand hinaus ihren Beitrag leisten, indem sie etwa mit Hilfe von Spenden oder Stiftungen Projekte initiieren oder fördern. Damit machen sie nicht alle Menschen gleich. Aber sie schaffen ein Stück weit Chancengleichheit.

Gerade in sozialen Bereichen, in denen sich staatliche Institutionen immer mehr zurückziehen, sind solche Engagements wichtig, allen voran in der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Denn eine früh angelegte positive Grundeinstellung ist für ein glückliches Erwachsenenleben wichtig. Und die Jugend ist schließlich die Zukunft unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Darum sollten wir auch dafür sorgen, dass sie den Faden nicht verlieren.

Gut zu wissen

Unsere bankeigene Sozialstiftung wurde 2003 ins Leben gerufen. Anlass für die Gründung war der Wunsch nach einer nachhaltigen und langfristigen Unterstützung ausgewählter Projekte. Sinnvolle Projekte, die finanzielle Unterstützung brauchen, findet man überall. Als regionale genossenschaftliche Bank haben wir uns bewusst für ausgewählte Aufgaben in unserem Geschäftsgebiet entschieden, die wir mit unserer Stiftung begleiten. Dabei steht die soziale Förderung und Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Familien im Vordergrund. Um ­situationsgerecht und bedarfsorientiert zu helfen, pflegen wir einen engen persönlichen Kontakt mit den Verantwortlichen der einzelnen Projekte. Durch die regionale Einbindung und begleitende Aktionen zur Unterstützung der Projekte können wir die Erfolge direkt aus der Nähe miterleben. Mehr unter www.psd-aufwind.de
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