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Mit Teamgeist hoch hinaus

Es ist schon ein wenig paradox, in der heutigen Zeit haben wir ausufernde Möglichkeiten zur Individualisierung. Und auf der anderen Seite können wir als Einzelperson kaum etwas erreichen. Manche Ziele sind vielleicht noch mit individuellen Fähigkeiten alleine irgendwie erreichbar. Manche sind aber auch so hoch gesteckt, dass man sich schon sehr strecken muss. Und das erfordert dann schon eine Bündelung von Kräften und Kompetenzen. Denn mit einem gesunden Teamgeist streckt man sich leichter und höher.

Bei dem Wort Teamgeist denken vermutlich die meisten von uns an Sport, wo mannschaftlicher Zusammenhalt immer wieder hoch gepriesen wird. Eine spielerisch eher limitierte Truppe etwa kann mit Teamgeist – Achtung Kalauer! – das Abstiegsgespenst vertreiben.

Das Motto „Elf Freunde müsst ihr sein“ hat auch schon zu ganz großen Überraschungserfolgen geführt, etwa 1954 zum Wunder von Bern. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde sogar das Spielgerät „+Teamgeist“ genannt. Natürlich wurde der Name von Marketing-Experten erdacht, entsprechend kann man über ihn streiten. Sie hätten ihn aber nicht gewählt, wenn der Begriff nicht allgemein positiv besetzt wäre. Es ist nun nicht ganz geklärt, welchen Einfluss der Ball hatte. Der Mythos aber hält sich, dass die überraschend gute Leistung der deutschen Nationalmannschaft auf ein enormes Zusammengehörigkeitsgefühl sowohl innerhalb der Mannschaft als auch mit dem Publikum zurückzuführen ist. Auf dieses Sommermärchen folgte übrigens das Wintermärchen der deutschen Handballer, die nicht eben als Favorit gestartet, die WM im eigenen Land gewannen – mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und den Fans im Rücken.

Wir arbeiten alle mit anderen Menschen zusammen

Es bedarf überall eines gewissen Teamgeists, denn eines ist klar: Allein hat noch kein Spieler ein Spiel gewonnen. Und ein Stehgeiger alleine bleibt eben auch ein Solist, für eine Symphonie braucht er ein Orchester. Entsprechend wird der Teamgedanke auch in die Arbeitswelt getragen. Denn die wenigsten Menschen arbeiten gänzlich alleine, sie arbeiten mit Kollegen und mit Partnern.

Starkes Teamwork durch individuelle Stärken

Teamgeist ist dabei nicht unbedingt das Gleiche wie ­Kollektivismus, bei dem das Individuum hinter der gro­ßen gemeinsamen Idee zurücksteckt. Teamgeist bedeutet, die Eigenschaften jedes einzelnen mit Rücksicht auf persönliche Stärken und Schwächen zum Wohle aller einzusetzen. Ein echtes Team zeichnet sich also dadurch aus, dass jeder seine Stärken zum Erreichen der gemeinsamen Ziele einbringt, während die jeweiligen Schwächen durch die Fähigkeiten der anderen Teammitglieder kompensiert werden. Und machen wir uns nichts vor, wir alle haben neben unseren Stärken auch Schwächen. Es gibt zwar Menschen, die sich für universell vollkommen halten. Aber erstens ist eine solche Selbsteinschätzung zumeist die allergrößte Schwäche überhaupt und zweitens sind diese vermeintlichen Genies in einem Team vor Geist – und zwar ein böser. Denn in einer echten Gemeinschaft darf jeder im Team auch mal schwach sein. Nur nicht unbedingt alle gleichzeitig.

Man kann den Teamgedanken auch größer denken. ­Nahezu jeder Dienstleister bezeichnet sich heute als Partner. Und das nicht ganz zu Unrecht. Denn entscheidend ist, an einer gemeinsamen Sache zu arbeiten. Dann kann jeder im Team dazu etwas beisteuern. Wer ein Haus bauen will, braucht einen Partner für die Finanzierung. Die technische und gestalterische Planung sollte man dann aber besser einem Architekten als einer Bank überlassen. Und für die Umsetzung empfiehlt es sich wiederum, auf fachkundige Handwerker zu setzen. Jeder soll ganz demokratisch seine Kompetenzen, respektive Stärken, einbringen und zum großen Ganzen beitragen.

Von echtem Teamgeist profitieren alle

Es gibt sogar Zusammenschlüsse, die dafür da sind, die individuelle Existenz zu stärken. Genossenschaften haben das Prinzip verinnerlicht, dass man seine Ziele ­gemeinsam besser erreicht als im Alleingang. Wenn ein wirtschaftliches Ziel die Leistungsfähigkeit übersteigt, dann muss man sich zusammentun und als Team gemeinsam agieren. Davon profitieren dann alle einzelnen Mitglieder, denn mehrere kleine Kräfte vereint bilden ­eine große.

Man kann den Teamgedanken auch ganz klein denken. Eine Partnerschaft oder eine Familie etwa verfolgt normalerweise mindestens das Ziel eines harmonischen ­Zusammenlebens oder auch andere Ziele. Dazu bringt ­jeder das ein, was er oder sie hat beziehungsweise kann. Auch enge Freundschaften beinhalten einen Teamgeist. Allerdings ist der gute Wille allein nicht immer ein Erfolgsgarant. Laurel und Hardy, bei uns auch bekannt als Dick und Doof, hatten in ihren Filmen auch immer ein gemeinsames Ziel. Und doch schlitterten sie von einer Katastrophe in die nächste. Als Schauspieler haben sie ihr Ziel allerdings voll und ganz erreicht und mit ihrer ­Situationskomik Generationen zum Lachen gebracht.

Zusammenarbeit ist im Menschen angelegt

Die Zusammenarbeit im Team ist vielleicht auch ein ganz menschliches Bedürfnis. Aristoteles hat den Menschen schon als „Zoon politikon“ beschrieben, also als ein soziales Lebewesen, das auf Gemeinschaft angewiesen ist und sie entsprechend sucht. Bei ihm ging es vorrangig um die Bildung eines Staates. Nun, wenn man den Teamgedanken jetzt mal so richtig groß denkt, dann ist der Staat auch ein riesiges Team, in dem jeder von uns einen Beitrag leistet. Aristoteles hat sich seine Gedanken schon vor weit über 2000 Jahren gemacht. Aber irgendwie ist er offensichtlich immer noch ziemlich aktuell.

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