Sonstiges

Helfen ist Ehrensache

Tue Gutes und rede darüber. Das ist ein Grundsatz der Öffentlichkeitsarbeit – vor allem in Unternehmen. Und er ist nicht verwerflich. Dabei gibt es unzählige Menschen, die sich freiwillig engagieren und damit zu Stützen der Gesellschaft werden. Sie reden nicht so viel darüber. Und wenn, dann wird ihnen meist nicht so viel Gehör ­
geschenkt. Darum: Ein Hoch auf das Ehrenamt!

Freiwillige Helfer sind unverzichtbar für das Gemeinwesen. Ob sie dabei eigentlich staatliche Aufgaben übernehmen, hängt von der politischen Einstellung ab und ist somit Ansichtssache. In jedem Fall ist das Ehrenamt viel weiter verbreitet, als viele annehmen. Jeder Dritte in Deutschland ist irgendwo engagiert. Gäben diese Menschen ihr Engagement auf, würde Deutschland gesellschaftlich wohl ärmer werden oder besser gesagt armseliger. Rund die Hälfte des freiwilligen Engagements findet in Vereinen statt. „Treffen sich drei Deutsche, gründen sie einen Verein“ ist ein zuweilen zu Unrecht belächeltes Bonmot. Im Kern ist der Deutsche eben ein Vereinsmeier.  Und das ist gut so. Ob Sportverein, Musikverein, Kleingartenverein, Förderverein oder Hilfsorganisation, überall treffen sich Menschen mit gemeinsamen Interessen zum bürgerlichen Engagement. Im Schnitt widmen die tatkräftigen Frauen und Männer 16,2 Stunden im Monat ihren freiwilligen Aufgaben. Ihre Motive sind Kontakte zu anderen Menschen, persönliche Fortbildung oder einfach nur, weil es Freude macht, im Kleinen mitzugestalten. Das kann niemand ernsthaft schlecht finden. Hie und da gibt es auch kleine Aufwandsentschädigungen, ein wirklich finanzieller Anreiz kann das aber nicht sein. Das gute an Ehrenämtern ist, dass sie gemeinnützig sind.

Und irgendwo haben wir alle schon einmal davon profitiert, am ehesten vermutlich in Sportvereinen. Denn auch die sind auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen, gerade im Jugendbereich bei Trainern und Betreuern. Meist vermitteln sie nur Spaß an der Gemeinschaft und an Bewegung, was ja schon eine ganze Menge ist. Manchmal sind sie aber auch die Keimzelle für große Karrieren. Mehmet Scholl etwa begann seine Karriere 1976 beim SV Nordwest Karlsruhe. Da war er gerade mal sechs Jahre alt und auch er wurde von einem engagierten Coach gefördert, der nach Feierabend die F-Jugend trainierte. Später wurde er einer der erfolgreichsten deutschen Fußballprofis.

Das Ehrenamt sorgt auch für kulturelle Vielfalt. Musikvereine bringen vielleicht keinen neuen Mozart heraus aber auch sie fördern das Gemeinschaftsgefühl durch Spaß an der Musik. Kunstvereine ermöglichen Künstlern die Präsentation ihrer Werke und Laientheater führen Stücke auf, die es eben nicht auf die ganz großen Bühnen schaffen, aber trotzdem sehenswert sind. Und ob man nun ein Pappnasen-Freak ist oder nicht: Karneval, Fasching und Fastnacht sind auch ein Kulturgut, für das sich einige Bürger ein ganzes Jahr lang in Vereinen engagieren, damit viele Bürger eine Woche lang feiern können.

Und schließlich darf man die Hilfsorganisationen nicht vergessen, auch sie benötigen freiwillige Helfer. Gerade in kleineren Orten sind ehrenamtliche Mitarbeiter wesentlich an der Infrastruktur beteiligt. Wer etwa rückt im Dorf an, wenn der Baum brennt? Die freiwillige Feuerwehr.

Es ist also schon ziemlich gut, dass es so viele Menschen gibt, die sich mit Feuer und Flamme für diese Gesellschaft engagieren. Sagen wir ihnen einmal von ganzem Herzen danke und: Keep the fire burning.

Stiftung Aufwind

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