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Interview mit Michael Dostal

Er ist seit über 35 Jahren als Redakteur im Süd­westen tätig. Die Pfalz ist dabei sein zentrales Arbeitsfeld und seine Heimat, die er liebt. Der 1959 in Mannheim geborene Kurpfälzer sieht sich in einer Rolle als „Doppel-G“: Geschäftsführer und Genießer. Und hierzu haben wir Herrn Dostal einige Fragen stellen dürfen. Viel Spaß beim Lesen!

PSD: Was bedeutet für Sie Heimat?

Michael Dostal: Zunächst ist dies für mich ein absolut positiver Begriff, der leider in jüngster Zeit auch politisch missbraucht wird. Heimat ist für mich dort, wo ich mit Kopf und Bauch zu Hause bin. Heimat hat vielfältige subjektive und kollektive Dimensionen. Es geht zum einen um Identität, Charakter, Mentalität und Weltauffassung. Zum anderen um Gefühle und Einstellungen, die stark durch Orte und Landschaften sowie die dort lebenden Menschen geformt werden.
Ich selbst bin in Mannheim geboren und durchs Leben sowie Arbeiten in Baden, im Saarland und am längsten in der Pfalz geprägt. So ist diese zu meiner Heimat geworden.

PSD: Wo in unserer Region fühlen Sie sich besonders wohl?

Michael Dostal: Den Südwesten macht für mich vor allem das Wechselspiel zwischen Natur sowie vielfältigen Dörfern und Städten aus. Für mich sind großartige Weine und gutes Essen wichtige Wohlfühlfaktoren. Zu diesen zählen auch die vielen, zum Teil ganz speziellen kulturellen Angebote in der ungeheuren Breite, die unsere Region zwischen Karlsruhe und Worms oder Saarbrücken und Heidelberg bietet. Nicht zuletzt ist es die abwechslungsreiche Landschaft und ganz besonders der Pfälzerwald mit seiner wunderbaren Weite.

PSD: Sie sind Geschäftsführer des VielPfalz-Magazins. Was ist das Besondere an Ihrem Magazin?

Michael Dostal: Lesen statt blättern heißt unsere Devise. Gerade was das Thema Genuss angeht, gibt es Menschen, die stark an Themen interessiert sind. Deren Leselust wollen wir mit starken Inhalten in einem Magazin in handlichem Format, das sich gut anfühlt, befriedigen. Dabei machen wir keinen Copy-and-Paste-Journalismus. Soll heißen: Wir bieten verlässliche Infos und erzählen überraschende und unterhaltsame Geschichten. Gleichzeitig setzen wir auf eine opulente Bildsprache. Nicht zuletzt bieten wir über unsere Webseite auch auf dem Smartphone oder Tablet die schnelle Information.

PSD:  Welche Vorteile bietet es dem Leser?

Michael Dostal: Er kann sich alle zwei Monate ein Stück Pfalz zur Inspiration nach Hause kommen lassen. Zum einen durch ausführliche Titelgeschichten, etwa über das fast ausgestorbene Glanrind, über die Renaissance der Rüben oder über Kunst und Wein. Zum anderen durch informative Storys darüber, etwa warum Winzer wieder mehr auf Holzfässer setzen. Leser bekommen Tipps für Wanderungen und Ausflüge und kulinarische Inspiration durch Rezepte. Über unseren Onlineshop bieten wir passende Weine gleich mit an.

PSD: Was ist für Sie typisch pfälzisch?

Michael Dostal: Die Pfalz ist Genuss pur. Vom Apfel bis zur Zitrone. Von der Wanderhütte über die Weinstube bis zum Gourmet-Restaurant. Hervorragende Weine, frische, regionale Produkte und kreative Küche. Reizvolle und abwechslungsreiche Landschaft, interessante Menschen und gute Ideen. Es ist nicht so, dass es vieles nicht auch anderswo gibt. Bei uns ist jedoch fast alles früher, länger, sonniger, wärmer, herzlicher, offener, lebendiger und intensiver. Die Pfalz ist schlicht Vielfalt.

PSD: Haben Sie ein Pfälzer Lieblingswort?

Michael Dostal: Nein, nicht wirklich. Ich schätze eher den Dialekt insgesamt, weil er es versteht, kurz und knapp auf den Punkt zu kommen. Wo sonst können Sie zum Beispiel mit zwei Wörtern wie „Alla hopp“ so viel zum Ausdruck bringen?

PSD: Was muss man in der Pfalz unbedingt ­einmal gesehen bzw. erlebt haben. Haben Sie ­einen persönlichen Tipp für uns?

Michael Dostal: Einfach einmal einen erholsamen Spaziergang auf die Kleine Kalmit bei Landau machen, dort den Blick über die Reben- und Waldlandschaft schweifen lassen und danach einkehren.

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