Sonstiges

Update für die eigenen vier Wände – Das kosten Umbauten und Renovierungen am Haus

Energie einsparen, durch Ausbau mehr Wohnraum schaffen oder die Wohnqualität verbessern – für die Renovierung bzw. Sanierung gibt es unterschiedliche Gründe. ­Bereits bei Umbaustart sollte das ­Finanzielle geregelt sein. Der Staat ­bezuschusst zum Beispiel Besitzer von Bausparverträgen mit Wohn-Riester, Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie gleich dreifach. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Maßnahmen zum altersgerechten Umbau oder zur Steigerung der Energieeffizienz mit Förderprogrammen und zins­günstigen Darlehen oder Direktzuschüssen. Wie viel Geld Hausbesitzer für die wichtigsten Renovierungsmaßnahmen einplanen müssen, zeigen wir an den Beispielen Dach und Fassade, Innenräume und Installationen eines typischen Einfamilienhauses auf:

Dach- und Fassadendämmung

Die Dämmung von Dach und Fassade verspricht langfristige Energieeinsparungen und damit bares Geld. Die ­Kosten für die Renovierung hängen vornehmlich vom verwendeten Material ab –beim Dach zusätzlich von der Dachform. So liegen die Gesamt­kosten für die Fassadendämmung zwischen 130 Euro bei der Verwendung von Hartschaum und 250 Euro je Quadratmeter für eine vorge­mauerte Dämmfassade. Beim Dach hängen die Kosten stark davon ab, ob man von außen oder der Raumseite her arbeitet, und welche Dämmstoffe sich dementsprechend anbieten. ­Zwischen 30 und 100 Euro je ­Quadratmeter können die Dämmstoffkosten schwanken. Während ­eine neue Innenverkleidung mit etwa 20 Euro je Quadratmeter oberflächenfertig zu haben ist, hängt eine neue Dach­deckung wieder stark vom ­Material ab: Betondachsteine mit ­Lattung kosten ­etwa 50 Euro, Reet mindestens 100 Euro.

Innenräume

Hauptkostentreiber sind auch hier die verwendeten Materialien. Hochgerechnet auf ein ganzes Haus kann der Austausch der Fenster zwischen 10.000 und 24.000 Euro kosten. Eine neue Innentür gibt es ab 200 Euro. Beim Einbau neuer Türen sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass Bodenschwellen und Durchgangsbreite barrierefrei sind – das erspart einen altersgerechten Umbau der Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt. Auch bei der Renovierung des Bades sollten Bauherren bereits ans Alter denken. Hier können Kosten zwischen 9.000 Euro und einem Viel­fachen davon entstehen – je nachdem, ob man eine ­oberflächliche Sanierung mit neuen Fliesen und Standard-Armaturen, oder eine individuelle Komplett­sanierung anstrebt.

Neue Stromleitungen und Heizungsanlage

Bei Elektroinstallationen ist es oft nicht einmal nötig, Wände aufzustemmen. So können Fertiginstallationen auch in Fußleisten oder Deckenprofilen verlegt werden – das spart Geld. Die Erneuerung der Heizungsanlage ist gleichwohl mit mehr ­Auf­wand und Kosten verbunden. Sie steht etwa alle 30 Jahre an. Ein neuer Heizkessel schlägt gerne mit 3.000 bis 12.000 Euro zu Buche. Müssen auch die Heizkörper und die Zuleitungen erneuert werden, sollte man mindestens 4.000 Euro zusätzlich einplanen. Die Erneuerung der Heizungspumpe lohnt sich praktisch immer.


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