Sonstiges

„Hier möchte ich bleiben.“ Sören Anders im Interview

Am höchsten Punkt Karlsruhes, dem Turmberg, kann man nicht nur einen wundervollen Ausblick, sondern auch richtig gute, regional und international angehauchte Küche genießen. Denn dort zeigen Sören und sein Team von „Anders auf dem Turmberg“ jeden Tag aufs Neue, dass es für ausgefallene Leckereien in einer einzigartigen Location keine Zwänge braucht.

PSD: Sören, du legst ja viel Wert auf regionale Produkte und schätzt unsere Nähe zu Frankreich und der Pfalz. Was ist es genau, was unsere Region für dich ausmacht?

Sören: Erstmal das viele Grün hier, da ich selbst sehr naturverbunden bin. Dazu kommt das große kulturelle Angebot mit dem Staats- und Kammertheater oder dem ZKM. Man kann aber auch einfach nur im Schloss­garten abhängen oder sich auf die Turmbergterrasse setzen und über die Fächerstadt schauen. Es ist einfach für jeden, vom Studenten bis zum Staatsanwalt, etwas dabei. Die Gegend war für mich schon immer ein ­Genussparadies und hier möchte ich auch in Zukunft bleiben.

PSD: Wann hast du für dich einen eigenen Kochstil entwickelt und was ist daran so „anders“?

Sören:  Ich glaube, es kommt heute nicht mehr so sehr auf einen Kochstil, sondern auf ein zeitgemäßes ­Konzept an, das dem Kunden gefällt. Das heißt, dass man lernen muss, sein eigenes Ego und seine eigene Denkweise in den Hintergrund zu stellen und kundenorientiert zu denken. Wenn das dann gut ankommt, kann man auch an seinem Stil weiterarbeiten.

PSD: Steht das dann für „Casual Fine Dining“, oder was kann man sich darunter vorstellen?

Sören: Ich habe mich ja damals dazu entschlossen, das Gourmetrestaurant zu schließen und unseren Gästen dafür etwas zu bieten, was sie nirgendwo anders bekommen. Natürlich bieten wir die tolle Aussicht, aber auch ein sehr lockeres Restaurant. Es gibt keinen Zwang mehr ein großes Sechs-Gang-Menü zu essen, man kann auch einfach für ein Ribeye-Steak mit Süßkartoffelspalten kommen. Und jetzt sind wir schon so weit, dass ­unsere Hofgastronomie im Außenbereich an 365 Tagen geöffnet hat. Dadurch wird alles lockerer und etwas mehr „casual“. Mein Ziel hinter dieser ganzen Sache war es, den Besuchern auf dem Turmberg einen Platz zu bieten, an dem man die Stadt in ungezwungener Atmosphäre von oben erleben kann. Jeder darf hier selbst entscheiden: Gehe ich in ein Restaurant und lasse mich bedienen oder hole ich mir das Essen draußen selbst und habe einfach nur einen geilen Blick und ein gutes Gläschen Wein.

PSD: … oder einen Glühwein auf eurem Weihnachtsmarkt. Was erwartet uns denn dort dieses Jahr?

Sören: Wir sind ja bekannt dafür, dass es auf unserem Weihnachtsmarkt immer etwas Neues gibt, wie die längste Glühweintheke, die Schwarzwaldhütte oder Kuschel-Lounge, die es übrigens auch dieses Jahr wieder ­geben wird. Dazu kommen ab November ein Schäfer- und ein Bauwagen, die man zum ­Fondue-Schlemmen in einer kleinen Gruppe buchen kann.

PSD: Das hört sich richtig gut an. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

 

 

vorheriger Artikelnächster Artikel