Sonstiges

Erfolg heißt für uns: Zukunft gestalten, Werte erhalten und in Nachhaltigkeit investieren.

Niedrigzins, Regulatorik, Digitalisierung: Schon vor Corona waren die Zeiten für Banken turbulent. Unsere drei Vorstände berichten, wie es der PSD Bank gelingt, in diesem Spannungsfeld weiterhin erfolgreich zu sein und was der digitale Trend für den Ausbau ihres Portfolios bedeutet.

PSD: Was zeichnet die PSD Bank Ihrer Meinung nach aus?

Bernhard Slavetinsky: Wir sind für die Zukunft bestens gerüstet. Als regionale Bank wissen wir unsere Innovationskraft und Flexibilität sehr gut zu nutzen. Das macht es uns einfach, unsere Entwicklung in einer sich ständig verändernden Marktsituation proaktiv zu gestalten. Bei all unseren Maßnahmen ist uns eines besonders wichtig: die Moderne mit unseren traditionellen Werten zu verbinden.

PSD: Was hat sich 2020 bei der PSD Bank getan?

Volker Staege: Die private Baufinanzierung ist seit jeher das Herzstück unserer Bank, weshalb wir sie als unsere Kernkompetenz erneut gestärkt haben. Individuelle Kundenwünsche können nun noch besser berücksichtigt werden, sodass besonders günstige Konditionen möglich sind. Da in die Berechnung eines Baukredits viele Faktoren einfließen, war es uns wichtig, unseren Kunden vorab und online einen realistischen Überblick hierüber zu bieten: Sie können jetzt mit unserem digitalen Baufinanzierungsrechner Nebenkosten und Darlehensbetrag sowie über den Zins- und Tilgungssatz die Laufzeit und die monatliche Rate berechnen. Neu ist auch das digitale Beratungs-Tool PIA. Dieser kostenlose Service, der Fachwissen rund um den Erwerb einer eigenen Immobilie bündelt, betont unser Selbstverständnis: Wir möchten für die Menschen in unserer Region ein starker Finanzierungspartner sein – sowohl digital als auch vor Ort, wie z. B. in unserer Karlsruher Filiale, die noch in diesem Jahr zum Kompetenzcenter umgebaut wird. Vor allem das Thema Bauen und Wohnen soll hier anhand neuester Technologien erlebbar werden.

PSD: Spielen Immobilien eine weitere Rolle für die PSD Bank?

Christian Berle: Ja, und zwar in Form von Mieteinnahmen als alternative Ertragsquelle für die Bank. Dies hilft uns, langfristig eigenständig zu bleiben. Denn das ist – angesichts des niedrigen Zinsniveaus insbesondere im klassischen Kundengeschäft – eine Herausforderung. Mittlerweile verwaltet unsere Tochtergesellschaft PSD KN Immobilien GmbH 430 Wohnungen, inklusive der 80, die aktuell in Karlsruhe-Durlach vermietet werden. Gleichzeitig investieren wir in Nachhaltigkeitsprojekte, um beispielsweise über eine intelligente Vernetzung und automatisierte Steuerung des Energieverbrauchs den CO2-Fußabdruck der Gebäude nachhaltig zu reduzieren.

PSD: Wie sichern Sie außerdem die Zukunft des Bankhauses?

Christian Berle: Unser Ziel ist es, auch zukünftig auf eigenen Füßen zu stehen und eine attraktive Dividende auszahlen zu können. Daher haben wir eine Eigenanlagenstrategie entwickelt, die uns durch eine ausgewogene Diversifizierung insgesamt unabhängiger von Zinsschwankungen macht. Ohne unnötige Risiken einzugehen, erwirtschaften wir so im Ergebnis stabile Erträge. Die lassen uns weiterhin kostendeckend arbeiten und stärken unser bankeigenes Kapital. Wirtschaftlicher Erfolg ist jedoch ohne zufriedene Kunden und einem engagierten Team gar nicht möglich. Es freut uns jedes Jahr, wenn uns ein unabhängiges Institut erneut den konstant hohen Anteil zufriedener Kunden bestätigt. Darauf sind wir im Vorstand sehr stolz.

PSD: Stichwort Digitalisierung – wo steht die PSD Bank hier aktuell?

Volker Staege: Unsere Kunden finden bei uns schon lange alle Leistungen, die digitales Banking ausmachen, was aktuell wichtiger ist denn je – und auch in Zukunft sein wird. Hier stets am Ball zu bleiben, heißt, den Fokus weiterhin auf unsere Online-Kompetenz zu legen und schnell auf neue Markterfordernisse zu reagieren. Und genau das tun wir mit der diesjährigen Digitalstrategie.

PSD: Verraten Sie Details?

Volker Staege: Gerne. Für alltägliche Bankgeschäfte oder Online-Käufe sind einfach und intuitiv zu bedienende Anwendungen besonders relevant. Daher wird die neue Version unseres Online-Bankings noch komfortabler sein und unkompliziert den Abschluss von Produkten ermöglichen. In der neuen App SecureGo plus wird der Zahlungsvorgang bei einem Online-Kauf nochmals verbessert. Ein Auftrag kann direkt in der App freigegeben werden – ganz ohne TAN, aber genauso sicher.

PSD: Welche besonderen Herausforderungen gab es durch die Lockdowns?

Bernhard Slavetinsky: Die zeitweiligen Filialschließungen bedeuteten, die digitalen Wege der Kundenbetreuung noch intensiver zu nutzen und auszubauen. Insbesondere für komplexe Themen bietet sich jetzt die telefonische und persönliche Videoberatung an, die wir als neue Kontaktoption anbieten. Intern gab es mit dem deutlichen Anstieg von Homeoffice-Arbeitsplätzen und Videokonferenzen auch einige organisatorische Veränderungen, die wir gemeinsam mit den Mitarbeitern sehr gut gemeistert haben. All diese Maßnahmen haben das Ziel, unsere Kunden optimal zu betreuen – unter Wahrung eines größtmöglichen Gesundheitsschutzes für sie und unsere Mitarbeiter.

PSD: Sind Sie zufrieden mit den Geschäftsergebnissen von 2020?

Bernhard Slavetinsky: Natürlich. Die gute Entwicklung bestätigt unser Handeln und zeigt, dass wir auch unter besonderen Rahmenbedingungen erfolgreich sind. Wer bei uns Mitglied ist, profitiert von unserem Erfolg: Für 2020 ist eine Dividende in Höhe von 2,5 Prozent vorgeschlagen, ein gutes Ergebnis, wenn man die restriktiven Auflagen der Finanzaufsicht Bafin berücksichtigt. Nach wie vor ist es für uns übrigens selbstverständlich, nicht nur unser Institut im Blick zu haben. Gerade in der Corona-Pandemie ist es uns besonders wichtig, weiterhin unsere regionalen Sportvereine und die Sozialprojekte unserer Stiftung verlässlich zu unterstützen.

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