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In 4 Schritten zum Baukindergeld – Was Eltern beachten sollten

Noch bis 31. März 2021 können Familien das Baukindergeld beantragen: Bis zu 12.000 Euro Unterstützung gibt es pro Kind vom Staat beim Kauf oder Bau der ersten eigenen vier Wände. Von der Förderung profitiert jedoch nur, wer bis Ende März die Baugenehmigung oder den Kaufvertrag vorliegen hat. Davor gibt es für Eltern einiges zu tun.

Schritt 1: Voraussetzungen für Baukindergeld prüfen

Einen Anspruch auf Baukindergeld haben Familien mit minderjährigen Kindern, die erstmalig Wohneigentum erwerben.

Förderberechtigt sind:
» Eheleute
» Unverheiratete Paare
» Alleinerziehende

Weitere Voraussetzung: Der Antragsteller muss für das im Haushalt ­lebende minderjährige Kind kindergeldberechtigt sein oder mit dem kindergeldberechtigten Elternteil in einem Haushalt leben.

Für jedes Kind erhalten Familien ­einen Zuschuss von 1.200 Euro im Jahr. Die Förderung läuft maximal zehn Jahre. Wird sie über diesen ­Zeitraum beantragt, hat die Familie ein Plus von 12.000 Euro je Kind.

Dafür darf das zu versteuernde ­Jahreseinkommen mit einem Kind jedoch 90.000 Euro nicht übersteigen. Dieser Betrag erhöht sich mit jedem weiteren Kind um 15.000 Euro.

1 Kind
= max. 90.000 Euro/Jahr
Jedes weitere Kind
+ 15.000 Euro/Jahr

Maßgeblich für die Gewährung der Förderung sind die durchschnittlichen Einkünfte des zweiten und dritten Jahres vor Antragstellung.

Tipp: Ihr zu versteuerndes ­Haushaltseinkommen finden ­Eltern am schnellsten auf dem Einkommensteuerbescheid.

Schritt 2: Nach Kassensturz – Hausbau oder Kauf vorziehen?

Noch in diesem Jahr bauen oder kaufen – das ist für viele, die bereits in der Planung stecken, auch eine Frage des Budgets. Wer aber sein Baugrundstück schon ausgewählt oder die Gebrauchtimmobilie schon genau im Auge hat, sollte dringend prüfen, ob der Immobilienerwerb noch in diesem Jahr möglich ist. Denn egal, ob Eltern das Baukindergeld für ­einen Neubau oder den Erwerb einer Bestandsimmobilie nutzen: die ­Förderhöhe bleibt gleich. Bei ­Gebrauchtimmobilien können Modernisierungen, die das momentane Finanzierungsbudget überschreiten, auch im Nachgang realisiert werden. Und ganz nebenbei profitieren Sie bis dahin noch von der reduzierten Mehrwertsteuer.

Keine Rolle spielen:
» Typ (Haus oder Eigentumswohnung)
» Neubau oder bestehende Immobilie
» Größe

Schritt 3: Bau oder Kauf schriftlich festhalten

Ob Kauf oder Bau: Wer Baukindergeld beantragen will, muss sein ­Vorhaben bis zum 31. Dezember 2020 schriftlich festgelegt haben.
Für Bauherren ist dies die erteilte Baugenehmigung, für Immobilienkäufer der Kaufvertrag.

Schritt 4: Einzug oder Antragstellung

Familien haben sechs Monate nach Einzug Zeit für den Antrag. Als Nachweis gilt die Meldebescheinigung. Spätestens am 31. Dezember 2023 muss der Antrag gestellt sein. ­Achtung: Wer seine bisherige ­Mietwohnung erwirbt, für den gilt die Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags als fiktives Einzugs­datum. Der Eigentümer muss dann innerhalb von sechs Monaten das Baukindergeld beantragen.

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